Bauanleitung nach Naturschutzquelle

Igelhaus selber bauen: Anleitung für ein geschütztes Winterquartier

Ein funktionales Igelhaus braucht unbehandeltes, sauber geschliffenes Holz, einen versetzten Eingang, ein regengeschütztes abnehmbares Dach und einen trockenen Standort. Die folgenden Maße orientieren sich transparent an der Bauanleitung des BUND Naturschutz.

Hände beim sorgfältigen Bau eines Igelhauses aus unbehandeltem Holz
BeobachtungGlatte Kanten, ein geschützter Eingang und ein abnehmbares Dach machen den späteren Alltag leichter.Eigenes, KI-generiertes Symbolbild
In Kürze

Das solltest du mitnehmen

  • 20 mm unbehandeltes Holz laut BUND-Bauanleitung.
  • Öffnungen dort mindestens 10 × 10 cm.
  • Trennwand versetzt den Weg zur Schlafkammer.
  • Dach gegen Regen schützen und abnehmbar halten.
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Material und Maße aus der BUND-Bauanleitung

Benötigt werden sechs Bretter aus 20 Millimeter starkem unbehandeltem Holz, zwei Leisten, Dachpappe, Holzschrauben und Nägel. Werkzeug: Stichsäge, Bohrer, Akkuschrauber und Schleifpapier.

Die dort angegebenen Bretter: Vorderseite 440 × 260 mm, Trennwand 260 × 215 mm, Seitenwände 300 × 260 beziehungsweise 240 mm, Rückseite 440 × 240 mm und Dach 560 × 380 mm. Die Maße gehören zu genau diesem Entwurf.

  • unbehandeltes Holz
  • Holzschrauben und Vorbohrer
  • Schleifpapier Körnung 80–150 laut Quelle
  • Dachpappe 560 × 380 mm
  • zwei Dachleisten
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1. Bretter zusägen und Kanten glätten

Übertrage die Maße sauber und säge Vorderseite, Rückwand, Seiten und Trennwand zu. Vorderseite und Trennwand erhalten im BUND-Entwurf Öffnungen von mindestens 10 × 10 Zentimetern.

Schleife alle Sägekanten rund. Splitter, hervorstehende Schrauben und scharfe Ecken gehören nicht in den Laufweg.

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2. Wände und Trennwand verschrauben

Bohre die Schraublöcher vor, damit das Holz weniger ausreißt. Die unterschiedlich hohen Seitenwände erzeugen ein leichtes Dachgefälle, über das Regen nach hinten ablaufen kann.

Setze die Trennwand so, dass ihre Öffnung an der Rückwand liegt. Außen- und Innenöffnung liegen damit versetzt und bilden einen einfachen Labyrinthweg.

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3. Abnehmbares Dach anfertigen

Das Dach bleibt für die spätere Reinigung abnehmbar. Zwei Leisten an der Unterseite verhindern seitliches Verrutschen. Dachpappe schützt die Oberseite; ein geeigneter Stein kann das fertige Dach zusätzlich sichern.

Dichte den Innenraum nicht luftdicht ab. Ziel ist Wetterschutz ohne eine feuchte, abgeschlossene Kammer.

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4. Haus trocken aufstellen und befüllen

Wähle einen geschützten Platz unter Hecke, Strauch oder Baum mit trockenem Untergrund. Richte den Eingang wetterabgewandt aus und bedecke das Haus außen locker mit Laub und Reisig, ohne den Eingang zu blockieren.

Trockenes Laub eignet sich als Nistmaterial. Ein Teil kann ins Haus, weiteres Material bleibt in der Umgebung, sodass der Igel selbst nachbessern kann.

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Rattenklappe nur abgestimmt integrieren

Eine zusätzliche Klappe braucht ausreichend Schwingraum vor der versetzten Trennwand. Plane sie vor dem Bau, statt sie nachträglich in einen zu kurzen Tunnel zu drücken.

Prüfe Leichtgängigkeit und Kanten vor dem Aufstellen. Die Klappe ergänzt das Labyrinth, macht die Konstruktion aber nicht garantiert rattensicher.

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Ein Bauablauf ohne hektische Improvisation

Drucke die gewählte Anleitung aus und behandle ihre Maße als zusammengehöriges System. Beschrifte jedes Brett vor dem Sägen, markiere Wetterseite und Innenfläche und lege die Bauteile in Montagereihenfolge aus. So wird die Öffnung der Trennwand nicht versehentlich auf die falsche Seite gesetzt.

Sägearbeiten, Schleifen und Vorbohren werden abgeschlossen, bevor das Haus verschraubt wird. Danach folgt eine trockene Passprobe von Dach und Labyrinth. Erst ganz am Ende kommen Dachschutz und eine mögliche Klappe hinzu.

  • Plan und Maße nicht mischen
  • Bauteile beschriften
  • alle Laufkanten vor Montage schleifen
  • Schraublöcher vorbohren
  • Dach abnehmbar halten
  • leeres Haus vollständig prüfen
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Nach dem Bau: auslüften, platzieren, in Ruhe lassen

Das fertige Haus wird trocken gelagert, bis Holz und Dachschutz geruchsarm sind. Am Standort steht es stabil und vor Schlagregen geschützt. Trockenes Laub liegt locker im Innenraum; weiteres Material bleibt unter der Hecke verfügbar.

Lockfutter im Schlafraum ist nicht nötig und erschwert die Hygiene. Ob ein Igel das Angebot annimmt, entscheidet das Tier. Eine leere erste Saison bedeutet nicht automatisch, dass der Entwurf falsch ist.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Welche Holzstärke sollte das Igelhaus haben?

Die hier verwendete BUND-Bauanleitung nennt 20 Millimeter unbehandeltes Holz für ihren konkreten Entwurf.

Braucht der Eigenbau einen Boden?

Der BUND-Entwurf ist bodenlos. Entscheidend ist ein trockener, geeigneter Untergrund; andere seriöse Entwürfe können einen Boden vorsehen.

Wann stelle ich das Haus auf?

Rechtzeitig vor der kalten Phase an einem dauerhaft ruhigen Ort. Ein eingerichtetes Winterquartier später nicht mehr umsetzen.

Quellen & weiterführende Informationen

Fachliche Quellen geprüft: 2. September 2026. Produktmerkmale stammen separat aus der im Projekt bereitgestellten Datenbasis.