Das natürliche Winterquartier

Igel-Unterschlupf bauen: Laubhaufen, Reisighaufen und Igelburg anlegen

Der einfachste Unterschlupf für Igel ist ein Haufen aus Totholz, Reisig und Laub in einer ruhigen, trockenen Gartenecke. Grobe Äste bilden unten einen Hohlraum, Reisig stabilisiert, Laub dämmt, und obenauf halten Zweige alles zusammen. Angelegt wird er im Herbst, bevor Igel ihr Winterquartier suchen – und danach bis zum Frühjahr nicht mehr umgesetzt.

Igel schaut aus einem Haufen aus Laub, Reisig und Ästen unter einer Hecke
BeobachtungEin Haufen aus Totholz, Reisig und Laub ist das natürliche Winterquartier – und bleibt bis zum Frühjahr liegen.Eigenes, KI-generiertes Symbolbild
In Kürze

Das solltest du mitnehmen

  • Laut NABU ist ein Haufen aus Totholz, Reisig und Laub das ideale Winterquartier.
  • Unten grob, oben fein: Äste für den Hohlraum, Laub zur Dämmung.
  • Standort erhöht und trocken, nie in einer Senke.
  • Von Spätherbst bis Frühjahr nicht umsetzen oder mit der Grabegabel bearbeiten.
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Warum Laub- und Reisighaufen so wichtig sind

Der NABU nennt als ideales Winterquartier für Igel einen Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub; essenziell seien außerdem Verstecke wie Holzstapel. Der BUND Naturschutz beschreibt Laubhaufen mit viel Reisig und Hohlräume in Holzstößen als bevorzugte Schlaf- und Winterplätze. Solche Strukturen bieten nicht nur Schutz, sondern auch Nahrung: In Laub und Totholz leben die Kleintiere, von denen sich Igel ernähren.

Igel nutzen im Lauf des Jahres mehrere Nester – Tagesverstecke im Sommer, ein Wurfnest für die Jungen und ein besonders gut gedämmtes Winternest. Ein Garten mit zwei oder drei ungestörten Ecken ist deshalb wertvoller als ein einzelner perfekter Haufen.

Fachliche GrundlageNABU: Igelschutz im Garten – Unterschlupf für WinterschläferBUND Naturschutz: So helfen Sie dem Igel richtigIgelzentrum Zürich: Häufige Fragen

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Laub- und Reisighaufen anlegen: Schritt für Schritt

Wähle eine ruhige, schattige Ecke unter einer Hecke oder zwischen Sträuchern, in der nach Regen kein Wasser stehen bleibt. Lege zuerst grobe Äste, Wurzelstücke oder ein paar Holzscheite kreuzweise aus. Sie bilden den tragenden Unterbau und einen trockenen Hohlraum; als Orientierung nennt das Igelzentrum Zürich für Winterschlafplätze einen Hohlraum von etwa 30 × 30 × 30 Zentimetern.

Darüber schichtest du Reisig und dünnere Zweige, dann reichlich trockenes Laub. Zwischengelegte Zweige halten das Laub zusammen, einige Äste obenauf verhindern, dass der Wind es verweht. Der Haufen darf großzügig ausfallen – er sackt über den Winter zusammen. In feuchten Gärten wird er leicht erhöht angelegt, zum Beispiel auf einer Lage grober Äste.

  • ruhige, trockene Ecke unter Hecke oder Strauch wählen
  • grobe Äste kreuzweise als Unterbau legen
  • Reisig und Zweige aufschichten
  • trockenes Laub in Lagen einbringen
  • mit Ästen abdecken und beschweren
  • seitlich einen Zugang frei lassen

Fachliche GrundlageNABU: Igelschutz im Garten – Unterschlupf für WinterschläferIgelzentrum Zürich: Häufige Fragen

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Igelburg bauen: der stabilere Unterschlupf

Eine Igelburg kombiniert einen festen Kern mit der Dämmung eines Laubhaufens. Der NABU Niedersachsen beschreibt sie als einfache Holzkonstruktion, die mit Geäst und Laub abgedeckt zu einem idealen Überwinterungsplatz wird. Der Kern kann eine kleine Kiste aus unbehandeltem Holz, ein Stapel Holzscheite mit Hohlraum oder ein Igelhaus sein.

Wichtig ist der Platz: erhöht, unter Sträuchern und laut NABU niemals in einer Senke, in der sich Regenwasser sammelt. Die beste Zeit zum Bauen ist kurz vor dem Herbst, damit die Burg steht, wenn die Tiere mit der Quartiersuche beginnen.

Fachliche GrundlageNABU Niedersachsen: Den Igeln im Herbst helfen

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Igelnest erkennen, ohne es zu zerstören

Ein Igelnest ist von außen unscheinbar: ein dichter, rundlich aufgewölbter Laubhaufen in guter Deckung, oft unter Sträuchern, in Hecken oder in Hohlräumen unter Holzstapeln. Igel tragen Laub aus der Umgebung zusammen und verdichten es, indem sie sich im Inneren drehen. Einen deutlichen Eingang sieht man meist nicht. Hinweise sind ein schmaler Trampelpfad im Laub, frisch zusammengetragene Blätter und Kot in der Umgebung.

Besteht der Verdacht, wird nicht nachgegraben, nicht hineingeleuchtet und nichts angehoben. Stößt du bei der Gartenarbeit versehentlich auf ein Nest, decke es sofort wieder zu und lasse die Arbeiten an dieser Stelle ruhen. Igel nisten auch dicht am Haus – unter Abdeckungen, an Mauern oder neben der Mülltonne.

Fachliche GrundlageDeutsche Wildtier Stiftung: Igel – Lebensweise, Nahrung und Winterschlaf

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Ruhezeiten: Wann der Haufen tabu ist

Laub-, Reisig- und Komposthaufen werden vom Spätherbst bis ins zeitige Frühjahr nicht umgesetzt. In dieser Zeit schlafen Igel darin; eine Grabegabel kann sie schwer verletzen. Auch im Frühsommer ist Vorsicht geboten, weil in dichten Haufen Wurfnester liegen können. Wer umschichten muss, tut das im Spätsommer und hebt das Material von Hand ab.

Laubsauger und Laubbläser zerstören Verstecke und entziehen dem Garten die Kleintiere, von denen Igel leben. Harke Laub lieber unter Hecken und auf Beete. Haufen, die verbrannt werden sollen, werden unmittelbar vorher vollständig umgesetzt.

  • Spätherbst bis Frühjahr: nicht umsetzen
  • keine Grabegabel in Laub- und Komposthaufen
  • Laub harken statt saugen oder blasen
  • Brennhaufen direkt vor dem Anzünden umschichten

Fachliche GrundlageBUND Naturschutz: So helfen Sie dem Igel richtigNABU: Igelschutz im Garten – Unterschlupf für Winterschläfer

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Laubhaufen oder Igelhaus – was ist besser?

Beides ergänzt sich. Der Haufen ist kostenlos, dämmt gut und liefert Nahrung, bietet aber keinen definierten Innenraum und keinen kontrollierten Eingang. Ein Igelhaus schafft einen trockenen Hohlraum mit kleinem Eingang und versetztem Gang, der Katzen und andere Störer besser fernhält.

Die robusteste Lösung ist die Kombination: ein Igelhaus als Kern, außen mit Reisig und Laub eingedeckt, der Eingang frei. So entsteht eine Igelburg mit trockenem Innenraum, guter Dämmung und natürlicher Tarnung.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wie groß sollte ein Laubhaufen für Igel sein?

Eine verbindliche Mindestgröße gibt es nicht. Wichtig sind ein trockener Hohlraum von etwa 30 × 30 × 30 Zentimetern und genug Material darüber, das auch nach dem Zusammensacken noch dämmt.

Wann lege ich einen Unterschlupf für Igel an?

Am besten im Spätsommer oder frühen Herbst, bevor die Tiere ihr Winterquartier suchen. Bestehende Haufen bleiben ganzjährig liegen.

Woran erkenne ich ein bewohntes Igelnest?

An einem dichten, aufgewölbten Laubhaufen in guter Deckung, einem schmalen Pfad im Laub und Kot in der Nähe. Nachgraben oder Hineinleuchten ist tabu.

Darf ich einen Laubhaufen im Frühjahr wegräumen?

Erst wenn sicher kein Igel mehr darin schläft, also bei anhaltend milden Temperaturen. Das Material wird vorsichtig von Hand abgetragen.

Quellen & weiterführende Informationen

Fachliche Quellen geprüft: 13. Oktober 2026. Produktmerkmale stammen separat aus der im Projekt bereitgestellten Datenbasis.